Umzug – Veränderung des Lebensmittelpunktes aus ganzheitlicher Sicht

Umzug – Veränderung des Lebensmittelpunktes aus ganzheitlicher Sicht

Ein Umzug ist eine einschneidende Veränderung im Leben mit vielschichtigen Auswirkungen. Wir haben das wohl alle schon (mehrfach) erlebt. Dieses Thema steht natürlich auch bei meinen Immobilienkunden im Vordergrund.

Daher möchte ich dies hier aus Sicht der ganzheitlichen Immobilienberatung sowie aus aktueller eigener Erfahrung beleuchten. Was macht die Veränderung des Lebensmittelpunktes mit uns? Wie wirkt sich die äußere Veränderung innerlich und energetisch aus?

Zunächst einmal erfordert ein Umzug Organisation, Planung und Struktur. Unser Verstand und unsere männlichen Qualitäten sind gefordert und übernehmen das Ruder. Viele Entscheidungen müssen getroffen werden: von der Frage: „Was nehme ich mit?“ bis hin zur Einrichtung des neuen Zuhauses. Wie kommen meine Sachen von A nach B? etc. All die Dinge, die es im Außen zu tun und zu regeln gibt, fordern unsere Energie. Dass ein Umzug anstrengend ist, wissen wir. Das ist die bewusste Ebene. Doch wie wirkt sich all dies auf der unbewussten Ebene auf uns aus?

Irgendwann ist es dann geschafft und wir sitzen – mehr oder weniger – im Chaos der Umzugskartons mit all unseren Sachen im neuen Heim. Und dann?

Unser gesamter Besitz, alle großen und kleinen Dinge, die uns tagtäglich umgeben, sind von ihrem jahrelangen Platz genommen und einmal durcheinander gewirbelt worden. Entwurzelt. Aus der alten Struktur gelöst. Zunächst einmal haltlos. Im Chaos. Bis sie dann ihren neuen Platz finden. Wie in einem großen Sturm, an dessen Ende sich alles neu setzen und beruhigen darf. Das, was mit unseren Sachen im Außen passiert, lässt sich auf unser Inneres übertragen.

Unser Lebensmittelpunkt ist unsere Basis, unser Fundament im Leben, das uns hält. Hierhin kehren wir abends zurück. Unser Zuhause ist unsere Versorgungsstation – hier essen und schlafen wir. Hier finden wir Ruhe. Die vielen kleinen Abläufe und Handgriffe im Alltag sind so bekannt, dass sie meist automatisch ablaufen. Der morgendliche Gang zur Kaffeemaschine, der Griff zur Zahnbürste etc. Wir wissen, wo sich unsere Kleidung im Schrank befindet – hierüber müssen wir beim Anziehen nicht extra nachdenken. Alles ist eingespielt. Dieser gewohnte Ablauf gibt uns Halt und Struktur im Alltag – wie ein Geländer, an dem wir entlanggehen. Wir empfinden diesen Zustand als natürlich. In der Regel machen wir uns dies gar nicht bewusst.

Wenn wir jedoch umziehen, verändern sich diese kleinen Abläufe. Alles ist neu und ungewohnt. Wir müssen erst einmal überlegen, wo sich unsere Dinge befinden. Der Griff zur Kaffeetasse und zur Zahnbürste hat sich verändert und läuft nicht mehr unbewusst und automatisch. Beim Anziehen müssen wir überlegen, wo sich die einzelnen Kleidungsstücke befinden und greifen vielleicht erst einmal zur falschen Schublade. Wenn wir in den ersten Nächten im Halbschlaf den Weg ins Badezimmer suchen, stellen wir fest, dass wir uns erst einmal neu orientieren müssen, bevor wir uns ohne Licht zurechtfinden. Der morgendliche Blick aus dem Fenster ist ein anderer. Wir sehen neue Bilder, neue Eindrücke begleiten uns.

Neu orientieren, neu sortieren. Ankommen. Es geht nicht nur darum, für Möbel und Sachen einen neuen Platz zu finden, die Wohnung oder das Haus einzurichten. Es entstehen neue Abläufe und Gewohnheiten, eine neue Struktur. Die Basis hat sich verändert und ein neues Fundament zu bilden, braucht Zeit – bis die kleinen Handgriffe wieder unbewusst und intuitiv ablaufen und das Geländer wieder steht. Ein Umzug rüttelt an unserer Basis.

Hinzu kommt die Veränderung auf der energetischen Ebene. Die Räume, in denen wir leben, wirken auf uns und wir auf sie. Das sind die Wechselwirkungen von Mensch und Immobilie, über die ich an andere Stelle bereits geschrieben habe. Es bildet sich mit der Zeit ein Gleichgewicht in den Schwingungen.

Wenn wir nun in neue Räume ziehen, gerät dieses eingependelte Gleichgewicht aus der Balance. Die neuen Räume haben eine andere Energie, eine andere Schwingung, die zunächst nicht zu unserer eigenen passt, die ja noch von den alten Räumen geprägt ist. Durch den Prozess des Einrichtens bringen wir Stück für Stück unsere Energie in die neuen Räume mit ein. Wir gestalten sie mit unseren Sachen, wir schenken ihnen Aufmerksamkeit und machen sie Schritt für Schritt zu unserem neuen Zuhause. Die alten Energien der vorherigen Bewohner dürfen sich verabschieden. Hierbei sind das Räuchern der Räume und andere Rituale hilfreich. Die Räume werden so langsam zu UNSEREN Räumen.

Dieser Prozess wirkt auf der feinstofflichen Ebene. So wie unsere Sachen einmal von links nach rechts gedreht wurden, wird auch unsere Aura verändert. Dies kann sich unterschiedlich stark auswirken, je nachdem wie unterschiedlich die jeweiligen Energien der Wohnungen oder Häuser differieren. Im Feng Shui sprechen wir von linksdrehender (abbauender) und rechtsdrehender (aufbauender) Energie. Das hat mit dem Lichtfluss im Raum und der Anordnung der Fenster sowie mit weiteren Parametern zu tun.

Ein Umzug von einer linksdrehenden in eine rechtsdrehende Umgebung habe ich gerade selbst als deutlich spürbar erlebt. Natürlich ist dies eine positive Veränderung, aber auch die ist zunächst einmal anstrengend. Unser gesamtes System (innerlich und äußerlich) wird durcheinander gebracht. Ein Eingriff in gewohnte Strukturen, nach dem sich alles erst einmal wieder beruhigen darf. Die Auswirkungen eines Umzuges auf der unbewussten Ebene sind nicht zu unterschätzen und wir sollten uns die Zeit geben, auch innerlich anzukommen in den neuen Räumen und unsere Energien – männliche (Verstand) und weibliche (Hingabe, Innenwendung) – wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ein Umzug zeigt uns noch einmal deutlich, dass unser Wohnraum als unser Lebensmittelpunkt einen großen Einfluss auf unsere Lebensenergie hat.

 

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