Seelenpartner als Spiegel der Seele

Seelenpartner als Spiegel der Seele

Die Begegnung mit einem Seelenpartner – was sie in uns auslöst und wie wir damit umgehen

Seelenpartner bringen uns unserem wahren Selbst näher. Durch sie erkennen wir, wer wir wirklich sind und haben die Chance, in dem Miteinander alte Wunden und Verletzungen zu heilen. Sie spiegeln uns unsere Wünsche und Sehnsüchte, aber auch unsere Schwächen, unsere Ängste und Widersprüche. Die Begegnung mit einem Seelenpartner kann aufwühlend und anstrengend sein, sie berührt uns auf einer Ebene, die tiefer geht, als alles bisher Bekannte. Dies anzunehmen und zuzulassen erfordert Mut und Kraft. Es bringt etwas in uns in Bewegung und stößt einen Entwicklungsprozess an. Wir haben die Chance, an dieser Erfahrung zu wachsen, wenn wir uns mit dem, was da passiert auseinandersetzen und bereit sind für Veränderungen, bereit, Altes loszulassen und Neues anzunehmen. Dies kann zu Befreiung und Erlösung alter Muster und karmischer Verbindungen führen. Es ist ein Beitrag zur Entwicklung auf die nächste Stufe.

Starke körperliche Empfindungen und Symptome

Alle bisherigen Erfahrungen sind in unserem Körper, in unseren Zellen gespeichert, alte Muster und Glaubenssätze sind verankert. Nun erreicht uns durch unseren Seelenpartner ein starker Strom der Liebe. Ein unvergleichlicher Energiestrom. Diese Kraft und das Licht der reinen Liebe treffen nun auf die Verkrustungen von alten Verletzungen, auf die Mauern, die wir im Laufe der Zeit um unser Herz errichtet haben. Dies führt zunächst zu einer kleinen Explosion, wie eine Sprengung. Alles bisher Gekannte wird erschüttert, unser bisheriges System wird in seinen Grundfesten erschüttert. Das ist gut, es bedarf dieses Aufrührens, Rüttelns und Schüttelns, denn Altes soll ja gelöst werden. Es kann sich anfühlen wie ein Sturm, ein heftiger Prozess für Körper und Seele. Das Neue, Unbekannte ist stark, schön und erstrebenswert, aber das Alte ist eben auch noch sehr verhaftet.

Diesen Prozess nehmen wir auch körperlich wahr. Wir fühlen uns vielleicht wie „durch den Wolf gerührt“ oder wie überrollt. Körperliche Erschöpfung, Muskel- und Gelenkschmerzen, sehr häufig Rückenschmerzen, verschobene Wirbel (alles sortiert sich neu), Magen-Darm-Thematiken, Nierenschmerzen und andere Symptome können auftreten. Vielleicht bekommen wir auch Halsschmerzen, spüren einen Kloss im Hals. Ein Ziehen in der Brust, Schmerzen in der Herzgegend sind sehr häufig. Schließlich geht es um eine Weitung  des Herzens, die Öffnung des Herzchakras. Es ist die Herzenergie, die Energie der Liebe, die uns heilt. Bewusstes Hinspüren und Wahrnehmen ist in diesen Prozessen sehr wichtig. Sich gegenseitig Raum zu geben, zu weinen, zu lachen, zu schreien, zu seufzen…was auch immer sich zeigt, will gesehen, zugelassen und ausgedrückt werden.

Nachdem ich vor einigen Jahren zum ersten Mal einem Seelenpartner begegnet bin, brauchte ich jeweils mindestens einen ganzen Tag, um mich von unseren Treffen zu erholen und um wieder in meine Mitte zu kommen. Ich war völlig ermattet und zu nichts in der Lage. Das mag seltsam klingen, soll diese besondere Begegnung doch schöne Gefühle auslösen und Energie spenden. Aber sie rüttelt uns eben bis ins Mark, berührt uns in unserem Wesenskern und erschüttert unser ganzes System. Die Emotionen überrollen uns in nie gekannter Intensität. Das will verarbeitet werden und dieser Integrationsprozess, das Begreifen dieser enormen Erfahrung kostet Energie. Die Nachwirkungen dieser tiefgreifenden Erlebnisse können anfangs als erschreckend und sehr kraftzehrend empfunden werden. Vielleicht empfindet dies nur einer der beiden Partner so. Vielleicht auch keiner. Die Empfindungen sind unterschiedlich und hängen von unseren bisherigen Erfahrungen und dem Entwicklungszustand (unserer Seelen) ab, indem wir uns gerade befinden. Menschen, die sich bereits auf den Weg gemacht und geöffnet haben, nehmen vielleicht intensiver wahr als andere. Menschen, die schon weiter sind und viele Blockaden gelöst haben, dem Zustand der reinen Liebe bereits näher sind, empfinden das, was in ihnen ausgelöst wird, einfach als wunderschön und erfüllend. Sie können bereits annehmen und zulassen.

Wenn die Wahrnehmung und Empfindung dessen, was passiert, unterschiedlich ist, deutet das auf unterschiedliche Entwicklungsstufen hin. Dann besteht die Lernaufgabe, die mit der Begegnung verknüpft ist, vielleicht darin, dem anderen Raum zu geben, sein eigenes Tempo zu finden und ihn  nicht zu überfordern – im Vertrauen darauf, dass es genau so sein soll.

Jedoch ist es nicht so, dass durch die Begegnung mit dem Seelenpartner von einem Moment auf den anderen alles geheilt ist. Heilung können wir niemals durch einen anderen Menschen erfahren, sondern immer nur in uns selbst finden. Die Erfahrung mit anderen kann heilsam wirken in den Prozessen, die sie in uns auslöst. Wir erfahren und erkennen uns selbst in dem anderen. Eine Seelenverbindung führt uns zu unserem wahren Selbst.

Wir können nicht am Gras ziehen, damit es schneller wächst“.

Alte Verletzungen zu heilen und Muster zu lösen, ist ein Prozess, der Zeit braucht und die ist relativ. Die Seele hat ihre eigenen Zeiteinheiten (siehe auch „Die Zeiteinheiten der Seele„). Alles geschieht in dem Tempo, wie es für uns richtig ist. Wir können nichts beschleunigen oder aktiv vorantreiben. Vielleicht ziehen wir uns erst einmal wieder zurück, um alleine unsere Themen zu verarbeiten und weiter zu lernen. Vielleicht braucht es noch weitere Erfahrungen, bis wir – bis unsere Seele – bereit ist. Vielleicht ist es uns auch zu diesem Zeitpunkt oder in diesem Leben (noch) nicht bestimmt, zusammen zu sein.

Der Weg besteht im Wahrnehmen, Annehmen und Zulassen von allem, was JETZT gerade ist. Wir dürfen uns diesem Prozess, dem Fluss des Lebens und der Liebe einfach hingeben und loslassen – in Geduld und Vertrauen auf die göttliche Führung.

 

 

There are 3 comments for this article
  1. Peter at 7:42

    wenn die Liebe durch das Universum fliegt und die Freiheit sucht

    und wenn die Freiheit das Universum ist und die Liebe sucht

    dann – eigentlich (!!! – ja: ich kenne dieses Wort, !!!) ist es doch ein Kinderspiel…

    Dann braucht es – „nur noch“ – 🙂 – dass wir wieder Kinder sind…

    Die Angst wird sich von selbst dazu gesellen…

    Und die Vergebung ist die Frucht…

    geboren aus der Blüte des Erwachsen seins..

  2. Naumann Rita at 23:52

    Hallo Frau Liebig ,

    ich bin so dankbar dafür das ich sie hier
    gefunden habe .Ich kann fast garnicht aufhören
    ihre Zeilen zu lesen .Ich fühle mich jetzt schon
    selig nicht mehr so alleine !
    Haben sie ihre Erfahrungen in einem oder mehreren
    Büchern geschrieben ?Sagen sie mir bitte die Titel
    es würde mich interessieren !
    Mit herzlichen Grüßen von
    Frau Naumann

    • Maria Author at 17:51

      Liebe Frau Naumann,
      lieben Dank für Ihren Kommentar und Ihr Feedback! Ich freue mich immer sehr, wenn Menschen ähnlich empfinden 🙂 Ein Buch ist definitv in Planung, aber das ist ein Zukunftsprojekt. Danke für die Motivation und von Herzen alles Gute!
      Maria Liebig

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