SCHAFFEN oder ER-SCHAFFEN?

SCHAFFEN oder ER-SCHAFFEN?

Es geht in unserem Leben nicht darum, etwas zu schaffen, sondern etwas zu er-schaffen.

Der Leistungsgedanke ist in unserer Gesellschaft noch immer prägend. Wenn wir das Gefühl haben, alles erledigt zu haben, Punkte von unserer To-Do-Liste abgearbeitet haben, sind wir dann zufrieden? Vielleicht kurzfristig, denn wir haben unseren inneren Antreiber befriedigt. Aber gibt es uns auch langfristig ein Gefühl von innerer Zufriedenheit, Sinn und Erfüllung im Leben?

Wir sind hier um unsere Bestimmung zu leben, nicht um unseren Alltag irgendwie zu schaffen und Tag für Tag alles zu erledigen. Wir sind hier um etwas zu er-schaffen, um unsere Gaben und Talente in die Welt zu bringen und sie dem großen Ganzen zur Verfügung zu stellen. Das ist unsere Aufgabe in diesem Leben.

Wenn wir mehr und mehr unserer Bestimmung folgen, erkennen, wozu wir hier sind, fühlt sich das Leben reicher, erfüllter und sinnvoller an. Wir kommen so unserem wahren Selbst immer näher und empfinden Dankbarkeit und Freude in unserem Tun und in unserem Sein.

Unsere Seele zeigt uns, wenn wir auf dem richtigen Weg sind. Die Dinge gehen dann leicht. In uns entsteht Weite, Helligkeit und Wärme.

Wir kennen es wahrscheinlich alle. Diesen Druck, den wir spüren, wenn wir das Gefühl haben, über einen längeren Zeitraum im Leben nur noch funktionieren zu müssen. Wir entfernen uns immer mehr von uns Selbst, verlieren den Kontakt zu unserem Inneren. Den Druck nehmen wir unterschiedlich in unserem Körper wahr. Ich persönlich spüre ihn zuerst im Kopf. Dann breitet er sich aus über den Nacken, in den Rücken, alles wird eng in mir. Andere nehmen ihn vielleicht als dumpfes Gefühl in der Magengegend wahr. Diese Signale unseres Körpers warnen uns, wenn wir unseren Weg verlassen.

Druck nimmt uns die Freude. Häufig werden dann Dinge, die uns eigentlich Spaß machen, zur Last, wenn sie unter den Erledigungs- oder Zeitdruck fallen.

Über unseren Körper und die Empfindung von Weite / Enge, Helligkeit / Dunkelheit können wir auch Entscheidungen auf ihre Stimmigkeit hin überprüfen. Stellen wir uns die Situation vor, um die es geht – in der einen und in der anderen Variante. Bei welcher entsteht Weite und Helligkeit in uns, in unserem Körper und bei welcher wird es dunkel und eng?

Hierfür ist natürlich eine gute Wahrnehmung von uns selbst und unserem Körper erforderlich. Dies können wir im persönlichen Coaching üben und durch regelmässige Achtsamkeitsübungen, Meditation, Yoga u.a. mehr und mehr integrieren.

Maria Liebig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.